Meike und die German Junior 2010
„Entweder 12.25 Uhr oder 12.45 Uhr bin ich dran, ich weiß jetzt nicht … ja, Einzel“, Meike Behrens, eine der deutschen Spielerinnen, eine von Empor Brandenburger Tor. Natürlich blickt man bei dem „German Junior“ vor allem auf die eigenen Spieler. Wie werden sie diese Herausforderung annehmen, wie werden sie sich bei diesem hochrangig besetzten Turnier durchsetzen?
„Ich spiele dieses Turnier vor allem, um Erfahrung zu sammeln. Ich bin ja erst 15 und hier spielen 19jährige. Auf alle Fälle freue mich und hoffe, ein paar gute Spiele zu machen, ich hoffe!“
Sie lacht, Meike Behrens, hoch gewachsen, schlank, ein schönes Mädchen. Meike ist Schülerin am Berliner Coubertin – Gymnasium, also einer Sport orientierten Schule. „Das ist ganz schön hart“, erzählt sie. „Schon morgens wird trainiert, dreimal wöchentlich, und viermal nachmittags. Dazu kommt Schule!“
Das heißt, 6.00 Uhr aufstehen und manchmal erst gegen 23.00 Uhr zu Hause. Da bleibt nicht mehr viel Zeit für anderes. „Na, ja Tanzen, mal ´was Schönes kaufen und mit Freunden Musik hören, das muss schon sein, geht aber nur am Wochenende.“
schlug Meike bereits mit 7 Jahren. Es waren die Eltern, die den Anstoß zu dieser Wahl gaben und ein schlichtes Federballset. Auf der Straße ging es los „aber dann wollte ich auch schon schnell in einen Verein“, erinnert sich Meike. Ganz nach dem Wunsch von Meikes Eltern, selbst leidenschaftliche Badminton – Spieler. „Sie haben mich immer unterstützt und niemals irgendwelchen Zwang ausgeübt.“
Den übt sie auf sich selbst aus, dann wenn es Hänger gab, wenn Lust und Spaß am Spiel vergehen. Nicht unnormal bei diesem aufwendigen Alltag. „Aber ich bin dann immer wieder ganz schnell dabei und jetzt sowieso“, Meike nachdenklich.
Erfolg und Teamgefühl …
das sind die Reize, die Meike beim Badminton herausfordern, die sie lebt. Deshalb liebt sie besonders das Doppel, mir ihrer Freundin Linda, und das Mixed. „Dieses gemeinsame Erleben, das Spiel, auch wenn es eine Niederlage ist, das ist für mich ein irres Gefühl.“
In die 10. Klasse geht Meike, 13 werden es schließlich sein, mit Abschluss Abitur. Und danach? „Danach, schwierige Frage. Ich
werde studieren, vielleicht aber auch eine andere Ausbildung machen. Ja, was wäre interessant?“ Meike wartet mit der Antwort, ist nachdenklich. Möglicherweise ist es noch zu früh, auf diese Frage eine Antwort zu erwarten. Aber dann doch: „Vielleicht etwas mit Eventmanagement, zusammen mit Leuten eigene Sachen entwickeln, das wäre ´was, dass ich mir vorstellen könnte, und natürlich“, Meike schaut abrupt auf die Uhr, „natürlich Badminton, Badminton, Badminton“, lacht, ist wieder in der Gegenwart, verschwindet Richtung Spielfeld. Und die Gegenwart heißt German Junior 2010. Meike muss sich warm spielen, denn das erste Spiel ist nicht mehr weit. Viel Glück, Meike!
Peter Gütte
Fotos: Volkmar Kehrberg


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