Das U19-Team bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft

Vom 28. – 30. April fanden in Mülheim an der Ruhr die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften U19 statt. Nachdem sich das Jugendteam der SG EBT Berlin am 02. April die Norddeutsche Krone aufsetzen konnte, reiste man mit viel Zuversicht aber auch einigen Fragezeichen ins Rheinische Land. Zuversicht versprühten vor allem der gute Teamspirit und die spielerische Qualität der Mannschaft um die Youngsters Brian Holtschke und Henriette Leber. Fragezeichen warfen hingegen zwei Unklarheiten auf – Wie gut ist das junge Team im nationalen Vergleich und wie gut stecken die Spieler die Reisestrapazen weg.

Insbesondere das Thema Anreise stellte die Betreuer der Mannschaft vor eine gewisse logistische Herausforderung. Mit Henriette Leber, Clara Böhm und Kai Sumida schrieben gleich drei Spieler am Freitag, welcher Anreisetag und erster Spieltag zugleich war, ihre Abiturprüfung und konnten somit nicht mit dem Rest des Teams entspannt mit der Bahn nach Mülheim reisen, sondern wurden gesondert „eingeflogen“. Ziemlich genau 15 Minuten vor Spielbeginn erreichten die Drei die Halle und waren zwar pünktlich, aber alles andere als optimal auf das erste Spiel vorbereitet.

Pünktlich um 17:30 Uhr ging es im ersten von drei Gruppenspielen gegen den an zwei gesetzten TV Refrath. „Locker rein kommen, an die Halle gewöhnen und dann schauen wir mal was geht!“, war die Devise von Jugendwart und Coach Karsten Lehmann. Umso überraschender war es dann, als klar wurde, dass das Team auf Augenhöhe mitspielte. Bis auf das Damendoppel und das Dameneinzel waren alle Spiele denkbar knapp, zum Teil sogar in drei Sätzen. Und so war am Ende eine gewisse Enttäuschung zu spüren, dass Refrath sich mit 6:2 durchsetzen konnte. Doch statt sich lange über die Niederlage zu ärgern, zogen alle Beteiligten eine gewisse Spur Optimismus für die zwei ausstehenden Gruppenspiele aus dem Match.

Die Jugendmannschaft 2016/2017 der SG EBT Berlin

Mit genau dieser Einstellung ging es dann am Samstagvormittag gegen den SV Fun-Ball Dortelweil. Um die Chance auf das Halbfinale zu wahren, musste zumindest ein 4:4 oder gar ein Sieg her. Das Team und die Coaches glaubten an sich und die eigene Stärke. Und zunächst sah es gut aus, enge Spiele, tolle Ballwechsel, wieder ein Match auf Augenhöhe. Doch so richtig wollte der Knoten nicht platzen. Ein schon fast gewonnenes Doppel ging verloren, knappe Spiele mit dem besseren Ausgang für den Gegner und plötzlich stand es 4:0 für Dortelweil. Ernüchterung machte sich breit, alle wussten, dass es jetzt ein kleines Badmintonwunder brauchte. Dieses blieb an diesem Tag leider aus und so ging auch das zweite Gruppenspiel mit 1:7 verloren. Das war das Aus, kein Halbfinale für die EBT-Jugend. Trotzdem Gratulation und Anerkennung von den Coaches an das junge Team für eine gute und vor allem mannschaftlich geschlossene Leistung.

Im dritten und letzten Gruppenspiel ging es dann gegen den TV Marktheidenfeld um die vielbesagte „goldenen Ananas“. Das Ergebnis, welches am Ende 2:6 lautete, war von Beginn an nicht ausschlaggebend. Vor allem wollte man sich anständig aus dem Turnier verabschieden und Erfahrung sammeln. Immerhin bleibt der Kern der Mannschaft noch mindestens ein weiteres Jahr bestehen und schon jetzt geht der Blick in Richtung kommende Saison.

Da im Vorfeld des Turniers die Zugtickets für die Rückfahrt für Sonntagnachmittag gebucht wurden, hatte das Team ausnahmsweise Zeit sich außerhalb der Halle etwas zu begnügen. Und so wurde aus dem spielfreien Sonntag ein Teamausflug in den Zollverein Essen. Ein etwas anderes aber ebenso schönes Ende für ein gelungenes Wochenende. Und es war zu spüren, dass die Spieler noch eine Rechnung für die kommende Saison offen haben.

Marcus Köster

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