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Video vom Finaltag der Wilson German Junior 2011

Montag, 14. März 2011

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Wilson German Junior 2011 Finale Spannung, Überraschungen und tolle Spiele

Sonntag, 13. März 2011

Rasmus Fladberg

Pauken und Trompeten schmetterten im Sportforum Hohenschön-hausen die Ouvertüre zum großen finalen Akt der Wilson German Junior 2011.

Im ersten Endspiel, dem Herreneinzel, standen sich Flemming Quach, 18 Jahre alt,  und Rasmus Fladberg, 19 Jahre alt, gegenüber. Ein dänisches Finale also. Da kommen Erinnerungen an 2010 auf, als es mit Victor Axelsen ebenfalls einen dänischen Erfolg gegeben hatte!  Flemming Quach, kurz vor dem Spiel über seine Chancen. „Die sehe ich fifty-fifty. Rasmus ist ein unheimlich starker Spieler. Also, das ist für mich schon eine schwere Sache und große Herausforderung. So, oder so ähnlich, sah das auch Rasmus Fladberg „Ich bin voller Erwartung, mein Körper ist gut, ich fühle mich gut und denke, dass ich gewinnen kann.“

Auch eine Reihe von Ehrengästen hatte sich eingefunden; z.B. Gesine Lötzsch, MdB und Vorsitzende der Linken, und der Schirmherr des Turniers und Ehrenpräsident des DOSB, Manfred Freiherr von Richthofen, – eine Referenz an dieses internationale Fest des Badmintonsports.

So Hee Lee und Seung Chang Shin

Und das demonstrierten dann die dänischen Finalisten mit nicht enden wollenden Ballwechseln, knallharten Schlägen,  taktischen Finessen, spektakulärer Einlagen, eben all dem, was Badminton so schön macht. Eine großartige Werbung für diesen Sport. Dabei zog Fladberg gnadenlos sein aggressives Angriffsspiel durch und entscheidet Satz 1 21:17 für sich. Wird Quach im 2. Satz kontern können, das war nun die Frage! Die Antwort gab Rasmus Fladberg mit seiner Dominanz. Mit einem wuchtigen Smash und erlösendem Aufschrei schießt er sich zum Turniersieger der Wilson German Junior 2011. „Jetzt bin ich sehr glücklich“, noch schwer atmend. „Ja, ich hatte das richtige Gefühl, mein Spirit in diesem Spiel, das war schon hohes Level. Ich kenne natürlich Flemming. Wir spielen und trainieren zusammen. Ja, meine Erwartungen haben sich erfüllt. Ich werde jetzt relaxen, ein bisschen´ Golf und Tennis spielen. Ehrlich, ich habe es auch nötig, das war jetzt doch ein ziemlich langes Turnier.“

Im anschließenden Damendoppel hieß es Korea gegen Korea, Lee /Shin gegen Kim/ Kim. Mit dieser asiatischen Paarung präsentierte sich eine Spielauffassung, die vor allem mit akrobatischen Verteidigungskünsten begeisterte. Es wurde ein ausgeglichenes Match, das Lee / Shin schließlich im 3. Satz mit 21:12 gewinnt und damit den Titel der Wilson German Junior 2011.

Mette Poulsen und Frederik Colberg

Colberg / Poulsen gegen Lee / Yeung, so hieß die Endspielpaarung im Mixed. Damit forderte im Finale 2011 Europa erstmals asiatische Badminton – Kunst heraus,  eine Konstellation die immer interessant ist und von großen Erwartungen begleitet. Das Match beginnt hochgradig nervös, geprägt von kurzen Ballwechseln und leichten Fehlern auf beiden Seiten. 21:14 für Korea heißt es schließlich nach dem 1. Satz.

Im 2. Satz spielen veränderte Dänen auf, liegen ständig in Führung. Was hatten sie verändert? „Ja, also wir waren mit dem 1. Satz sehr unzufrieden, wir mussten etwas verändern und das haben wir dann auch“, blickten sie zurück. „Wir waren dann viel konzentrierter. Unser Angriff funktionierte wieder, mit langen Bällen störten wir das Angriffspiel der Koreaner  und waren damit erfolgreich.“

Eine Veränderung, die das Geschehen und das Bild des 1. Satzes vergessen ließ. Plötzlich war es ein schönes Spiel, mit langen Ballwechseln, spannenden Duellen am Netz und einem begeisterten Publikum. Die Dänen waren wieder da, sorgten mit 21:15 für den Satzausgleich und erhielten sich somit die Chance auf den Titelgewinn. Ein spannender 3. Satz war also zu erwarten! Und so kommt es dann auch. Ständige Führungswechsel, verbissener Kampf und viel Publikumsbeifall treiben die Spannung dieser Auseinandersetzung auf den Höhepunkt. Und für den sorgen schließlich die Skandinavier mit dem 21:16. Ein zweiter Wilson German Junior – Titel 2011 für die Dänen, das war ein Paukenschlag.

Ngan Yi Cheung

Mit Min Jin Song und Ngan Yi Cheung hatten sich eine Koreanerin und eine Hong Kong Chinesin ins Finale gespielt. Ein Spiel, das mit seiner Länge immeransehnlicher und spannender wurde. Erst der 3. Satz, nach 15:21 und 21:15, brachte die Entscheidung. Mit einem gefühlvol

len Stopp schießt sich schließlich die Hong Kong Chinesin Ngan Yi Cheung zur Siegerin des Dameneinzel Wilson German Junior 2011. „Oh, ich bin so glücklich“, lacht Cheung nach der Siegerehrung. „Es ging gar nicht  gut los, meine Smashs klappten nicht, ich war furchtbar nervös und musste nach dem 1. Satz etwas verändern. Ich habe dann Jin mehr kommen lassen, um zu kontern. Und das war dann erfolgreich,  besonders im 3. Satz. Ich bin so glücklich!“

Wie Keat Nelson Heng und Ee Yi Teo

Das Herrendoppel, Heng / Yi Teo, die Vizeweltmeister aus Malaysia, gegen die Dänen Fladberg / Astrup, sollte sich zum Höhepunkt dieser Wilson German Junior entwickeln. Da wurde mit Schnellligkeit, Athletik und technischen Finessen nicht nur sportliche Höchstleistung geboten, sondern mit Dramatik und Ästhetik auch hoher Unterhaltungswert. Da riss es die Zuschauer schon mal von den Sitzen, auch beim 20:19 für Malaysia. Nein, kein Ausgleich durch die Dänen, sondern Punkt, Satz und Sieg für Heng/ Yi Teo. „Es war für uns das härteste Match des Turniers“, so die Malaysier nach dem Spiel. „Die Dänen haben uns wirklich schwer attackiert. Aber wir haben mit unserem variablen Spiel, mit unseren harten Angriffen, erfolgreich kontern können, und wir haben sie viel laufen lassen. Jetzt sind wir ziemlich zerstört aber sehr, sehr glücklich.“

Rasmus Fladberg und Kim Astrup

Glücklich und zufrieden? Das konnten wohl alle mit diesen Wilson German Junior 2011 sein, auchTurniermanager Manfred Kehrberg. „Das ist wirklich so. Es waren vier sehr schöne Tage, mit sportlichem Glanz, mit einer wunderschönen Atmosphäre hier in der Halle. Unsere Gäste haben sich wohl gefühlt, die Organisation hat perfekt geklappt und ich und wir alle, die vielen Helfer von EBT, freuen uns auf die Wilson German Junior 2012.“

Text: Peter Gütte; Foto: Volkmar Kehrberg; Recherche: Philipp Funk; Layout: Stefanie Knecht

EN Day 4 – The Finals

Sonntag, 13. März 2011

Already before the men’s singles final, it is for sure that the title stays in Denmark.
After Victor Axelsen’s victory in last years Wilson German Junior, this years finalists Flemming Quach and Rasmus Fladberg will keep the title in Denmark.
In Women’s singles seed No.1 Min Jin Song from Korea plays against Ngan Yi Cheung from Hong Kong China.
High expectations in men’s doubles: The top seeded Heng/ Teo (MAS) compete with second seeded Fladberg/ Sørensen (DEN).
Like in men’s singles, the title in women’s doubles stays in the same country as last year.
The Korean Lee/ Shin and Kim/ Kim will fight for the glory.

Text: Philipp Funk

Tagesbericht vom 3. Tag der Wilson German Junior 2011

Samstag, 12. März 2011

So Hee Lee und Seung Chan Shin

Spannende Viertel- und  Halbfinals, das waren die entscheidenden  Akzente des 3. Tages der Wilson German Junior 2011. Letztlich ging es also um die Frage, wer steht Sonntag in den Finals, und wird es auch deutsche Beteiligung geben.

Der differenzierte Blick auf die Ergebnisse der Viertel- als auch Halbfinals lässt die Dominanz der asiatischen und skandinavischen Spieler erkennen. Erfreuliche Tatsache aber auch, die Teilnahme deutscher Spieler am Halbfinale: Fabienne Deprez und das Mixed Schwenger / Herttich. Diese mussten sich mit den Dänen Colberg/Poulsen auseinandersetzen. Während der 1. Satz klar mit 21:15 an das deutsche Mixed geht, entwickelt sich der 2. Satz zu einer wackligen Angelegenheit und geht 19:21 verloren. Auch in Satz 3 können die Deutschen nicht mehr zu ihrer Leistung aus dem 1. Satz zurückfinden und verspielen das Endspiel mit 14:21. „Ja, das muss man anerkennen“, analysiert Bundestrainer Holger Hasse das Spiel, „die Gegner waren heute wirklich sehr gut aufgelegt und bei Max und Isabell ließen dann im 3. Satz die Kräfte stark nach. So ist das eben manchmal, – leider.“

Zeitgleich spielten Lee / Yeung, Hong Kong China gegen die Nieder-länder Astrup / Kjearsfeld.  Die verkaufen sich in zwei Sätzen erstaun-lich teuer, mit 16:21 und 17:21, doch für die Hong Kong Chinesen hieß es „Finale“ bei den Wilson German Junior 2011!

Zu den Herreneinzel – Begegnungen. Da maßen sich einmal Joo Ven Soong, aus Malaysia und Flemming Quach aus Dänemark. Dänische Beteilung gab es auch im 2. Halbfinal – Match mit Rasmus Fladberg. Sein Gegner kam aus Hong Kong China und hieß Ka Long Ng. Diese Konstellation stellte die interessante Frage, wird es möglicherweise zwei dänische Finalisten geben?

Fabienne Deprez

Flemming Quach legte schon mal mit einem 2-Satz Erfolg vor. Da hatte Fladberg bereits den 1. Satz für sich entscheiden können und lag im „2.“ vorn. Diesen Vorteil gab Fladberg dann auch nicht mehr ab und schmetterte sich mit einem knallharten Ball ins dänische Herren – Finale. „Ich habe“, resümiert er danach, „immer mein Spiel gespielt, faktisch meine Passion, meinen Rhythmus und die Tempi gewechselt Ich habe mir nichts aufdrängen lassen und meine Smashs dann gespielt, wenn die Situation gut war. Außerdem war meine Verteidigung diesmal absolut dicht. Na ja, und dann habe ich ihn ja auch noch ganz schön laufen lassen. Jetzt bin ich glücklich und freue mich aufs Finale!“

Dieses freudige Temperament blieb Fabienne Deprez bei den Wilson German Junior 2011 versagt, denn nicht immer werden Finalträume auch wirklichwahr. Den Weg dorthin verbaute ihr die Hong Kong Chinesin Ngan Yi Cheung. Nach zwei Sätzen war die Welt für Fabienne noch in Ordnung aber dann kam der 3. Satz und das Debakel: „Auch hier fehlten im entscheidenden Augenblick“, so jedenfalls sah es Bundestrainer Holger Hasse, „die Kräfte. Und dann darf man ja nicht vergessen, dass sich Fabienne gestern eine Verletzung zugezogen hatte. Sicher, da sind auch noch andere Gründe, taktisches Kalkül, Konzentrationsschwächen, aber letztlich ist es noch zu früh für eine tiefgehende Analyse. Sehen Sie´mal, das Spielende ist erst ein paar Minuten alt.“

Im Damendoppel gelang es den Koreanischen Spielerinnen auch die letzten verbliebenen Europäer, die Niederländerinnen Myke Halkema und Gayle Mahulette, aus dem Tunier zu werfen. Somit wird es morgen zu einem rein koreanischen Finale im Damendoppel kommen.

Rasmus Fladberg und Kim Astrup

Bei den Herren eliminierte das malayische Doppel Heng/ Teo  die französischen Überraschungshalbfinalisten Corvee/ Grosjean. Mit  zwei deutlich gewonnenen Sätzen schafften sie den so wichtigen Schritt ins Finale.

Ihren Finalgegner ermittelte die Paarung Fladberg/ Astrup, aus Dänemark, und C. H. Lee / K. L. Ng  aus Malaysia.

In einem hochklassigen Match setzten sich schließlich die dänischen Youngsters durch. Für Rasmus Fladberg ein Riesenerfolg, denn mit diesem Sieg hatte er sich seine zweite Finalteilnahme bei den Wilson German Junior 2011 erkämpft.

Text: Peter Gütte; Foto: Volkmar Kehrberg; Recherche: Philipp Funk; Layout: Stefanie Knecht

Im Interview mit Peter Gütte: Holger Hasse

Samstag, 12. März 2011

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Im Interview mit Peter Gütte: Fabienne Deprez vor dem Halbfinale

Samstag, 12. März 2011

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Im Interview mit Peter Gütte: Dietrich Heppner

Samstag, 12. März 2011

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3 europäische und 5 asiatische Damen im Einzel – Viertelfinale!

Samstag, 12. März 2011

Romina Gabdullina

Anders, als bei den Herren, waren beim Einzel-Viertelfinale die asiatischen Damen in der Überzahl. Als Erste musste die Russin Romina Gabdullina ihre Hoffnungen auf das Halbfinale begraben. In zwei Sätzen unterlag sie der Hong Kong Chinesin Min Jin Son.

Fabienne Deprez

Besonders große Erwartungen hingen an dem Spiel von Fabienne Deprez gegen Soraya de Visch Eijbergen aus denNiederlanden, auch unter dem Blickpunkt, dass sich die deutsche Spielerin am

Vortag verletzt hatte. 1:1 hieß es nach zwei Sätzen. Doch im 3. Satz kann die Niederländerin nicht mehr kontern. Fabienne Deprez gewinnt hoch mit 21:14.

Blieben die zwei rein asiatischen Duelle zwischen Malaysia und Korea und Hong Kong China gegen Malaysia!

Das Erste, Su Ya Sonia Cheah (Malaysia), gegen Ye Ji Kim (Korea), kann die Spielerin aus Malaysia im 3. Satz mit 21:11 für sich entscheiden und erspielt sich damit das Halbfinale. Wird auch das 4. und letzte Dameneinzel mit einem Sieg für Malaysia ausgehen, das war hier die Frage! Nein, denn nach einem ersten verlorenen Satz dreht die Hong Kong Chinesin Ngan Yi Cheung das Spiel, gewinnt den 3. Satz gegen Li Lian Yang aus Malaysia und sichert sich somit die Teilnahme am Halbfinale.

Text: Peter Gütte; Foto: Volkmar Kehrberg; Recherche: Philipp Funk; Layout: Stefanie Knecht

5 Skandinavier und 3 Asiaten bestreiten Herreneinzel – Viertelfinale!

Samstag, 12. März 2011

Joo Ven Soong

Bei den Herreneinzel – Viertelfinals standen sich Spieler aus Finnland, Dänemark, Hong Kong China, Korea und Malaysia gegenüber. Bemerkenswert das Auftreten der Skandinavier. Immerhin hatten sich fünf ihrer Spieler ins Viertelfinale gekämpft, aber nur drei asiatische Vertreter.

Rasmus Fladberg

Im rein dänischen Finale schoss sich Flemming Quach, gegen seinen Landsmann Morton Broadback,ins Halbfinale. Auf Court 3 gelang dies Joo Ven Soong, aus Malaysia, gegen den Finnen Kasper Lehikoinen. Einen asiatischen Erfolg gab es auch bei der Begegnung Mikkel Mikkelsen, Dänemark, gegen den Hong Kong Chinesen, Ka Long Ng.

Drei Sätze benötigte der asiatische Topspieler, um Mikkel Mikkelsen schließlich das Nachsehen zu geben. Bei der hochspannenden Auseinandersetzung  Young Joon Jung, Korea, gegen den Dänen Fladberg, schoss sich schließlich, in einem hart umkämpften 3. Satz, „Europa“ ins Halbfinale.

Text: Peter Gütte; Foto: Volkmar Kehrberg; Recherche: Philipp Funk; Layout: Stefanie Knecht

EN Mixed Doubles Semifinalists confirmed

Samstag, 12. März 2011

Bad day for the Malaysian team. Neither Teo/ Yang nor Heng/ Shevon could win against Colberg/ Jansen from Denmark respectively Lee/ Yeung from Hong Kong China.

Schwenger/ Herttrich from Germany wrestle England’s Coles/ Fletcher  in two sets 21:13 and 21:14.

The last semifinalists are Sørensen/Kjærsfeldt from Denmark, who won in three sets against Nottingham/Lewczynska from England.

Text: Philipp Funk