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Vor etwa 8 Jahren schrieb ich erstmals über Brian, eine Porträtskizze für die EBT-Zeitung. Damals war Brian der Kleine, vielleicht der Kleinste in der Halle. Nicht aber, wenn es um das Spiel mit dem gefiederten Ball ging. Da war etwas. Talent, Ehrgeiz, Fleiß, Spaß? Vielleicht von allem etwas. Nach seinen Hobbys befragt! Er würde sich für Wissenschaften interessieren. Auch heute noch?

Heute ist jetzt und zwar Auftritt bei den YONEX German Junior 2017. Abends Einzel, gegen den an 2 gesetzten … und jetzt mit Partnerin Ann Kathrin Spöri Mixed. Es ist eine deutsche Begegnung. Schnell steht es 11:3 für Brian und Ann-Kathrin. Ein schönes kampfbetontes Spiel.

Längst ist Brian nicht mehr der Kleine, sondern ein junger Mann mit ernstem Gesicht und ersthaften Absichten. Gewachsen ist er auch. Brian geht in die 11. Klasse des Schul- und Leistungssportzentrum Berlin. Und er ist erfolgreich, sehr erfolgreich. Und Brian zählt auf. Es sind viele gewonnene Turniere und „ich bin Deutscher Vizemeister im Einzel und Doppel.“
Auch im internationalen Badmintongeschehen hat Brian schon erste markante Spuren hinterlassen. So in Kroatien ein Turnier im Einzel und Doppel gewonnen, desgleichen die Slovak Junior. „Und ich habe vor kurzem mit der Nationalmannschaft in Bilbao, bei der Weltmeisterschaft,
gespielt. Bin jetzt also Kaderspieler“, strahlt er! Das darf er auch…
21:8! Brian spielt besonnen, überlegt, ruhig. Aufgeregt? Zu spüren, zu sehen ist davon nichts. Vielleicht will er solcher Art Regungen nicht zeigen. Vielleicht! Auffällig das harmonisch abgestimmte Zusammenspiel mit Partnerin Ann Kathrin. Es sieht alles so leicht aus und doch ist zu erahnen, wieviel Disziplin und Beharrung sich dahinter verbirgt. Brian hat Ziele. Wohin soll das Spiel auf dem Badminton-Geviert führen? „Ich möchte natürlich so viel wie möglich international spielen, später auch im Erwachsenenbereich. Meine festen Ziele sind Bundesliga und Nationalmannschaft.“ Also Profi? „Ja, ich möchte Profi werden und dann in der Nationalmannschaft spielen.“

Und jetzt natürlich das Match gewinnen. Die Kontrahenten haben sich allerdings im 2. Satz besser auf das Spiel von Brian und Ann-Kathrin eingestellt. 11:10! Konzentration und das ganze technische Können ist also jetzt gefragt und dieses Höchstleistungslevel spielerisch auch umzusetzen. Und sie tun es. Brian glänzt mit wuchtigen Angriffsschlägen und lückenloser Verteidigung: 21:16 der Sieg und Preis für den Fleiß, – Tag für Tag!
Preis für den Fleiß. D.h. jeden Tag 2 Trainingseinheiten, früh und am Nachmittag, dazwischen Schule. Und am Wochenende? Turniere spielen. Wo bleibt da Zeit für Erholung? „Kaum“ lächelt Brian. „Die reicht gerade noch für die Hausaufgaben“. Ein anstrengender Weg, den Brian geht. Aber am Ende auch mit Erfolgen. Z.B. das eben gespielte Mixed. Sicherlich motivierender Impuls für die nächsten Begegnungen bei den YONEX German Junior. Wünschen wir den Beiden weites Kommen, vielleicht gar bis in die Viertel- oder Halbfinals am Sonnabend. Warum sollte es nicht eine Überraschung geben! Überraschen würde es mich jeden falls nicht, nach diesem Auftritt. Und Brian?
Alles Gute für die schwere Begegnung am Abend, gegen den an 2. gesetzten Chia Hao Lee China/Taipei und für nach den YONEX German Junior 2017. Ein junger Mann auf dem Weg nach oben. Und die Wissenschaft? Brian zögert und lacht … „Nicht mehr, vielleicht Biologie und Sport“. Nun da gibt es ja wirklich einen Zusammenhang!

Eine Betrachtung von
Peter Gütte

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Mehr als 200 Spielerinnen und Spieler aus 31 Nationen werden in den nächsten vier Tagen im Berliner Sportforum Weißensee um begehrte YONEX German Junior – Pokale streiten. Dieses nun schon traditionelle Berliner Badmintonereignis ist immerhin größtes europäi-sches Jugendturnier und genießt längst hohe Wertschätzung im weltweiten Turnier-kalender. Dabei auch wieder die asiatische Badminton-Phalanx, ob China, Korea oderJapan.

Heute, um 9 Uhr, war es dann soweit. Beim feierlichen Eröffnungsakt hieß Turnierdirektor und EBT-Geschäftsführer, Manfred Kehrberg, auch im Namen des Deutschen Badminton-verbandes, die Gäste herzlich willkommen und betonte, dass „ohne die große Unterstützung der Senatsverwaltung für Inneres und Sport und dem Ausrichter YONEX dieses Sportereignis nicht möglich gewesen wäre“. Ein Dank, der auch an alle Helfer des ausrichtenden Badmintonvereins EBT erging. Rund 50 EBT-Badmintonspieler hatten in den vergangenen 4 Tagen den organisatorischen und gestalterischen Rahmen für das Turnier im Sportforum Weißensee hergestellt. Manfred Kehrberg wünschte allen Teilnehmern eine schöne Zeit in Berlin, sowohl den sportlichen Erfolg, als auch erlebnisreiche Tage. „Denn“, so Kehrberg, „Berlin ist nicht nur Hauptstadt mit besonderem Flair, sondern auch sportlich die Nr. 1 Deutschlands.

Damit starteten die Badminton-Cracks in den Turnierjahrgang 2017, um sich für die Viertel- bzw. Halbfinals am Sonnabend zu qualifizieren und möglicherweise den Höhepunkt „Finale“ am Sonntag. Wie jedes Jahr wird dieses Turnier auch von Erwartungen, Spekulationen, Mutmaßungen bezüglich der sportlichen Auseinandersetzung zwischen Europa und Asien geprägt. Wird der Ferne Osten wieder weitgehend die Finals dominieren und welche Aufschlüsse gibt das Turnier über die gegenwärtige Leistungsfähigkeit deutscher Badmintonkunst im Reigen internationaler Spitzenklasse? „Nun, wir sind schon mit einer guten Truppe hier“, betrachtet Bundesjugendtrainer Matthias Hütten die Situation. „Aber es ist schwer, sehr schwer, wenn Sie die Konkurrenz Europa/Asien ansprechen. An der großen Kluft hat sich eigentlich nichts geändert, das hat das Turnier in Holland letzte Woche auch wieder unterstrichen. Vielleicht schafft es unser Damendoppel bis ins Halbfinale. Aber im Mixed und in den Einzel haben wir keine Chance!“ Aber da gab es dennoch erfreuliche Kunde, denn das EBT-Mixed Henriette Leber/Kai Sumida ließ den polnischen Kontrahenten nicht die Spur einer Chance. „Also, das war unerwartet“, kommentierte Henriette, sie steht kurz vor dem Abitur, ihren 1. Auftritt auf dem YONEX German Junior – „Parkett“. Über die große Freude des EBT-Mixed muss wohl hier kein weiteres Wort verloren werden!
Mit großer Spannung wird der Auftritt von EBT-Talent Brain Holtschke erwartet. Er spielt an diesem 1. Tag Mixed und Einzel. Eine große Hoffnung, das ist die ungeteilte Expertenmeinung. Dass er gleich an diesem 1. Tag den an 2 gesetzten Chia Hao Lee – China/Taipeh antreten muss, ist ein unglückliches Los. Dennoch alles Gute Brain. Möge das Glück auf Deiner Seite sein!

Ein Fest hoher Badmintonkunst, das ist von diesen YONEX German Junior 2017 ganz gewiss zu erwarten. Bereits die ersten Augenblicke dieses Turniers begeisterten mit Schnelligkeit, technischem Perfektionismus, ästhetischem Genuss und Athletik. Aller Grund also für Berliner Badmintonfans, zahlreich in das Sportforum Weißensee zu strömen, zumal an den Tagen eins und zwei die Eingangstüren kostenlos zu passieren sind!

Es berichtet
Peter Gütte

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Logo 2. Bundesliga 13. Spieltag

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_MG_0435Der eingefleischte Badminton-Fan, der in den vergangenen 13 Jahren mehr oder weniger regelmäßig in der Samariterstraße dem Badmintontreiben beigewohnt hatte, rieb sich am vergangenen Samstag wohl so sehr die Augen, dass bei dem Einen oder Anderen womöglich eine leichte Bindehautentzündung anstehen könnte. Erschöpft und in der Mitte des Feldes kniend schrie sich Karsten Lehmann seine Schmerzen, seine Freude und wohl auch ein wenig seine Überraschung aus dem Leib als er tatsächlich das Unmögliche möglich machte, im fünften Satz mit 11:9 gegen Kai Waldenberger gewann und so das 3:3 auf die Anzeigetafel brachte. „Ich denke, im ersten Satz war Kai ein wenig überrascht, dass ein mittdreißigjähriger Doppelspieler nicht nur schlagen, sondern auch laufen kann. Als ich dann auch noch den zweiten Satz für mich entscheiden konnte, kam das erste Mal so etwas wie Zuversicht und Hoffnung auf, dass ich hier und heute vielleicht wirklich eine klitzekleine Chance haben könnte. Dass es dann bei 10:9 im fünften Satz tatsächlich zum Sieg reichte, war dann trotzdem noch einmal wahnsinnig emotional – gerade auch wegen des komischen Doppels zu Beginn der Partie.“, resümiert der erschöpfte Kapitän seinen Geniestreich.
Zuvor lief es gerade bei den Herren nicht besonders gut – und das gerade an diesem entscheidenden Spieltag. Um 10 Uhr meldete sich Einzelspieler Jan Borsutzki mit Grippe ab und zwang die Berliner zu einer kurzfristigen Mannschaftsumstellung. „Basti und ich wollten eigentlich eine Münze werfen, wer im zweiten Einzel antritt – zum Glück haben wir es dann doch nicht gemacht!“, sagt Karsten mit einem Augenzwinkern.

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