EBT – Nachwuchs mit 1. 2. 3. und 4. Platz
Lachen und Kindergeschrei …
aufgeregte Eltern, emsiger Spielbetrieb auf sieben Feldern, Traineranweisungen, so präsentierte sich die Samariter – Halle am vergangenen Sonnabend zum 2. Ranglistenturnier U 11. Nein, über die Netzkante können sie noch lange nicht blicken, auch die Bälle fliegen noch nicht so schnell aber dennoch sind sie schon mit Spaß und Akribie dabei, die kleinen Badminton – Stars, der Nachwuchs, aufmerksam beobachtet von Eltern und Trainern. An diesem Sonnabend trafen sie aufeinander, 37 Mädchen und Jungen, um die Besten Berlins und Brandenburgs zu ermitteln.
„Schöne Spiele und Überraschungen …“
das waren die Erwartungen von Hans Abraham, Kinder- und Jugendtrainer der EBT, „na und, dass sich unsere Kleinen durchsetzen.“ Einer dieser Kleinen Carlo Cordes. „Ich freue mich auf heute, besonders weil es ein Heimspiel ist“ erzählt der 9jährige. Dreimal trainiert Carlo wöchentlich und möchte unter die ersten Zehn kommen. Camillo Borst, ebenfalls 9 Jahre alt, hatte da noch kein so klares Turnierziel. Seit zweieinhalb Jahren spielt er bei der EBT, trainiert dreimal wöchentlich. „gestern allerdings nicht so sehr, damit ich für heute nicht so angestrengt bin“, erzählt er und vertieft sich wieder in seine Lektüre „Im Tal der Götter“. Na dann, viel Glück Camillo! Die 10jährige Anna Kamps, vom Zehlendorfer TSV, möchte vielleicht gar gewinnen, „aber auf alle Fälle gut spielen“, lacht sie! Es ist ihr 2. Turnier. Und mit einem 2:1-Sieg startet sie auch wunschgemäß. Noch besser Carlo. Er beendet sein erstes Spiel mit einem Zweisatz – Sieg, sieht ihn aber kritisch: „Also ich hatte ganz schöne Probleme, habe viel zu viel Fehler gemacht und da hat der mächtig gepunktet. Ich war einfach zu aufgeregt.“ Auch nach dem Spiel noch zappelt er nervös hin und her. Da unterscheiden sich die Kleinen nicht von den Großen. Aufgeregtheit, Lampenfieber und Nervosität sind nun mal Begleiter sportlichen Wettstreits.
Zu den kleinen EBT – Cracks gehörte auch Robin Schlüter, 10 Jahre alt, seit vier Jahren bei der EBT. „Ich habe mich ganz normal auf heute vorbereitet, auch gestern noch ´mal trai-niert, bin aber ganz schön aufgeregt.“
Die Favoritenrollen …
z.B. Brian Holtschke von der EBT. Brian ist auf Platz 1 gesetzt, mithin also Turniersieg – Favorit. Und schon im ersten Spiel bestätigt der 9jährige seine Favoritenrolle mit 21:5 und 21:4 – Siegen. „Ja, ich kannte meinen Gegner schon und habe zweimal gegen ihn gewonnen. Aber heute war ich war trotzdem ein bisschen unsicher, denn ich wusste ja nicht, ob er viel-leicht besser geworden ist!“ Brian wird von seinem Vater trainiert, immer ein überaus kritischer Beobachter und guter Ratgeber. „Also ich habe ihm zwei Tipps gegeben. Erstens mit kurzen Aufschlägen zu überraschen und zweitens mit permanentem links – rechts – Spiel die Gegner laufen zu lassen. Und das hat er bisher gut und erfolgreich umgesetzt.“ Und noch erfolgreicher dann im zweiten Spiel, mit 21:3 und 21:0.
Zu den Sieganwärtern und scharfen Konkurrenten von Brian Holtschke gehörte zweifellos Teamfreund Gadschi Saidov, 10 Jahre alt, trainiert von Hans Abraham und auf Platz 2 gesetzt. Absolut sicher fertigte er seinen ersten Gegner mit 21:3 und 21:2 ab. Präsentierten sich damit bereits die Endspielkonkurrenten oder wird es Überraschungen geben? Auch Camillo Borst und Robin Schlüter könnten durchaus in diese Höhen vorstoßen!
Traum vom Sieg …
für Anna, die kleine Spielerin aus Zehlendorf, ist er bereits nach dem 2. Spiel ausgeträumt, denn sie verliert. Dennoch kann man ihr durchaus gratulieren, denn am Ende belegt sie Platz 3. Auch Carlo muss sich im 2. Spiel geschlagen geben. „Mein Gegner war viel stärker und ich war zu aufgeregt. Traurig? Ein wenig, ja, aber ich kann ja nun noch um Platz 9 spielen.“ Und den erspielt er sich dann auch. Ein Erfolg für Carlo, denn erst seit einem Jahr spielt er Badminton, zählt mithin zu den Anfängern in dieser Sportart. „Dennoch“, so Trainer Hans Abraham, „hätte er weiterkommen können. Er war wieder viel zu nervös und dann schleichen sich Fehler ein. Z.B. die viel zu hohen Aufschläge. Da muss er noch kräftig trainieren!“ Carlo aber nimmt die Situation gelassen und freut sich auf das nächste Match. Das ist gut so!
Endspurt Halbfinale …
eine reine EBT – Angelegenheit, zumindest bei den Jungen: Gadschi Saidov gegen Robin Schlüter und Brian Holtschke gegen Camillo Borst. Wird es Überraschungen geben oder das erwartete Endspiel Brain gegen Gadschi, das war hier die große Frage. Wie auch immer. Auf alle Fälle war diese EBT – Halbfinalkonstellation deutlicher Hinweis auf die gute Jugendarbeit bei der EBT, im Besonderen Hans Abrahams. Das Endspiel für ihn klare Angelegenheit: „Brain gegen Gadschi“, wie schon so oft. Nach dem Turniersieger befragt, – nach langem Überlegen: „Gadschi, ganz knapp in drei Sätzen!“
Bei den Mädchen waren zu diesem Zeitpunkt die Würfel längst gefallen. Im Endspiel konnte sich Lea Ebert, vom TSV Tempelhof, klar in zwei Sätzen gegen Carolina Steinke, aus Spandau, durchsetzen. Gratulation den beiden Siegerinnen!
Vor allem Spaß …
darum geht es bei solchen Turnieren, – auch wenn der große, der erwartete Erfolg vielleicht noch ausbleibt. Dann hilft Mut machen mit Blick auf das nächste Spiel, das nächste Turnier. Solche tröstenden helfenden Worte waren an diesem Sonnabend in der Samariter – Halle häufig zu vernehmen.
Sowohl sportlich als auch organisatorisch war es ein Badminton – Tag auf hohem Niveau. Das belegten dann auch die beiden Endspiele. Da zeigten die EBT – Eleven was sie drauf haben und begeisterten die Besucher mit tollen Badminton – Künsten. Leistete Gadschi Saidow im ersten Satz, 19:21, noch tapferen Widerstand gegen Brian Holtschke, so verlor er im Zweiten leider seine spielerische Linie. „Ja, ich bin traurig!“ Dieses Temperament strahlte dann auch Gadschis Gesicht nach dem verlorenen Spiel aus. Auf der anderen Seite mit Brian Holtschke ein strahlender Turniersieger. Sein Anspruch ist hoch, den Brian spielt bereits seit Jahren als Einziger in der Leistungsklasse 1/U13 und U15. Dieses hohe Niveau belegt auch seine letzte Bilanz. Vor einer Woche erst siegte er beim Ranglistenturnier im Mixed, mit Sophia Borst, und im Doppel, mit Gadschi Saidov. Ein verheißungsvoller Spieler also, wohl mit großer Zukunft. Freude auch bei Camillo Borst, der erwartungsgemäß, Sieg gegen Robin Schlüter, Platz drei belegte.
Zufriedenheit auch bei Trainer Hans Abraham? „Nun, das Leistungsgefälle ist noch zu groß und nimmt somit Spannung aus dem Turnier. Und was uns noch fehlt sind Mädchen. Wir müssen werben. Aber ansonsten bin ich natürlich mit unserem Abschneiden und dem Turnierverlauf rundherum zufrieden!“ Bleibt also nur noch zu sagen: Dank und Gratulation an die EBT – Turnier – Organisation und natürlich Gratulation unseren Kleinen – ganz groß!
Peter Gütte


comming soon



























































































