„Denk daran, was ich Dir gesagt habe … bleib ganz ruhig … Du musst sie laufen lassen … ist doch nicht so schlimm … lass den Kopf nicht hängen … genau so … ich bin stolz auf Dich„, so war es an diesem U15 Badminton – Meisterschaftstag in der Berliner Samariterhalle immer wieder zu vernehmen, – ermahnend, hinweisend, tröstend, lobend. Beinahe 90 kleine Stars von morgen hatten zu dem Badminton – Großereignis gemeldet, um in runden 110 Matches die Besten zu ermitteln. Trainer, Eltern, Geschwister, Freunde, Freundinnen und natürlich die Spielerinnen und Spieler selbst, – so wimmelte es in der EBT – Halle. Dabei auch, und das unterstreicht Gewicht und Bedeutung dieses Turniers, Landestrainer Kai Witt. „Natürlich große Bedeutung, denn es ist für die U15 das wichtigste Turnier des Jahres. Klammern wir mal die drei vier Spieler aus, die schon überregionale Bedeutung erlangt haben, – alle anderen müssen sich heute beweisen und empfehlen. Sehen Sie, im Januar findet die Norddeutsche Meisterschaft statt, und da kann das heutige Abschneiden faktisch zum Sprungbrett werden. Wer also heute sehr gut spielt, hat eine echte Chance, sich für die Norddeutsche zu qualifizieren!“
Über Erwartungen und EBT – Hoffnungen!
Vom gastgebenden Club EBT betraten sechs Mädchen und fünf Jungen dieses verheißungsvolle Sprungbrett Richtung Norddeutsche. Natürlich war klar, nur wenige würden eine wirkliche Chance auf Qualifikation haben. „Nun, ich will“, so erklärt Jugendtrainer Hans Abraham seine Ansetzung, „dass die Spieler, die noch nicht so stark sind, anfangen, Turnieratmosphäre zu schnuppern, also den Druck, alles geben zu müssen. Sie sollen Situationen, in denen es um etwas geht, beherrschen lernen.“ Z.B. Adrian Arriagada, schlank und hoch aufgeschossen. Gleich im ersten Match, einem Einzel, unterliegt er 0:2. Es hätte auch anders ausgehen können. „Nein, aufgeregt war ich nicht“, so Adrian ein wenig resigniert nach der Niederlage. „Ich war nicht konzentriert, habe immer zu lang geschlagen und mein Spiel nicht aufgebaut. Schade, aber jetzt müssen wir es besser machen!“, und meint damit die nächste Herausforderung, – Doppel mit Gadschi Saidow. Auch Niklas Junge hatte gleich von der bitteren Erfahrung Niederlage kosten müssen. „Ja, leider, ich hätte aber auch gewinnen können, muss aber zugeben, mein Gegner hatte einen wirklichen guten Smash. Hinzu kommt natürlich Aufregung, denn solche Meisterschaft ist schon etwas Ungewohntes, Aufregendes. Für mich sind es die Zweiten. Ich muss also noch sehr viel besser werden“, schüttelt Niklas den Kopf. Ähnliche Gedanken müssen Lea Stüber, nach ihrem verlorenen gegangenen 3-Satz-Match, durch den Kopf gegangen sein. „Ich habe so viele Eigenfehler gemacht. Und dann hat sie immer auf meine Rückhand gespielt und die ist nun mal meine schwache Seite. Das muss sich ändern“, unterstreicht sie mit energischer Handbewegung ihr Wollen! Weiterlesen »