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_MG_0243Das letzte Spielwochenende der 2. Badminton-Bundesliga ist Geschichte. Es war eines der wenigen Saisonfinals, bei denen es für die SG EBT Berlin nur noch um „die goldene Ananas“ ging. Die dramatischen Begegnungen fanden in diesem Jahr in den anderen Hallen Deutschlands statt.

„Wir sind froh, dass wir dieses Jahr einen entspannten letzten Spieltag ohne große Aufregung haben. Druck hatten wir die vergangenen Spielzeiten genug.“, so der Kapitän Karsten Lehmann. Und ohne diesen Druck hatte die 1. Mannschaft einen gelösten Tag in der Samariterstraße, wo der alte Bekannte BW Wittorf Neumüster zu Gast war. Die Neumünsteraner waren bereits in der Tabelle gesichert auf dem 4. Platz und mussten auf den einen oder anderen Stammspieler verzichten, sodass das Spiel sehr schnell über die Bühne ging.

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FreibierDie Fans der SG EBT Berlin mögen sich mit „hohem Puls“ an das Saisonfinale der letzten Saison erinnern können. Lediglich ein Punkt trennte die Hauptstädter damals vom Abstieg in die Regionalliga. „Im vergangenen Jahr hatten wir riesiges Glück. Aber auch das gehört zu einer 2. Bundesliga.“, so Kapitän Karsten Lehmann.
In dieser Spielzeit sieht alles ganz anders aus. Bis zum 12. Spieltag hatte man immer noch Chancen auf den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Nun steht man auf einem gesicherten dritten Tabellenplatz und kann das letzte Heimspiel dafür nutzen, den Zuschauern, die der Mannschaft über die Saison tatkräftig zur Seite standen, Badminton auf hohem Niveau zu zeigen. Am Samstag ist Blau-Weiß Wittorf zu Gast in der Samariterstraße. Im Hinspiel konnte die 1. Mannschaft der SG EBT Berlin einen historischen Sieg einfahren. „Schauen wir mal, was im Rückspiel drin ist.“, überlegt Karsten Lehmann. „Wir werden auf jeden Fall ein Feuerwerk abbrennen!“

Bis auf eine Personalie kann die SG EBT Berlin aus dem Vollen schöpfen. Mit Lotte Jonathans bleibt die Vorzeigedame aus den Niederlanden aus terminlichen Gründen zu Hause. Für sie rückt Lisa Baumgärtner ins Team, die Lotte bereit zweimal hervorragend vertreten konnte. Im Herrenbereich dürfen sich die Zuschauer auf die „Stamm-Fünf“ freuen. Mit Eetu Heino, Henri Aarnio, Robert Franke, Karsten Lehmann und Bastian Zimmermann werden die Spieler antreten, die auch bisher viel Freude bereitet haben. Ergänzt wird das Team an diesem Wochenende zudem von Jann Raupach, der die Chance nutzen will, um Zweitligaluft zu schnuppern. Die Gäste werden sich in Berlin nicht lumpen lassen und mit großer Wahrscheinlichkeit nahezu in Bestbesetzung antreten. Lediglich Jan-Collin Strehse wird wohl verletzungsbedingt nicht nach Berlin reisen. Spannende Spiele sind zu erwarten.

Ein besonderes „Schmankerl“ hat die Abteilungsführung für die Fans vorbereitet. Nach dem Spiel soll es einen kleinen Umtrunk geben, bei dem Spieler und Fans gemeinsam das Saisonende ausklingen lassen können. So ist für jeden Fan „Freibier“ bereitgestellt. Autogramme, Fragen und sonstige Dinge sind gerne willkommen. „Wir möchten einfach DANKE sagen für die tolle Unterstützung über die gesamte Saison. Das hat uns sehr gefreut. Die Stimmung in der Samariterstraße war die beste in der gesamten Liga. Darauf können wir sehr stolz sein.“, sagt Abteilungsleiter Bastian Zimmermann.

Matchday 2. Bundesliga: SG EBT Berlin vs. Blau-Weiß Wittorf, Samstag 19.03.16 um 14.00 Uhr in der Samariterstraße

Euer EBT-Team

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Die letzten Bälle sind gespielt, die begehrten Pokale verteilt. YONEX German Junior 2016 ist Geschichte. Vier Tage lang rangen 140 Spielerinnen aus 17 Nationen im Sportforum Hohenschönhausen um den Erfolg. Da waren spannende Momente, schöne interessante Begegnungen am Spielfeldrand, da war Dramatik, Niedergeschlagenheit, da war hochklassiger Sport. Und auch das: Einmal mehr wurde dieses Turnier zum Spiegelbild des Leistungsvermögens europäischen Badmintons. Fand das Finale 2015 noch mit, wenn auch spärlicher, europäischer Beteiligung statt, so wurde Jahrgang 2016 zum asiatischen Alleingang.

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Japanisches Doppel … im Mixed. Bei dieser Konstellation konnten die Gewinner also nur aus dem Lande der aufgehenden Sonne kommen. Für beide Paarungen war der Weg bis ins Endspiel hürdenreich. So mussten Yamazawa/Matsuyama die an 1 gesetzten aus dem Turnier werfen, und Okamura/Hobara mussten sich gegen starke Koreaner behaupten. Wie nicht anders zu erwarten, wurde es eine enge spannende Auseinandersetzung, geprägt von facettenreichem Verteidigungsspiel, wuchtigen Angriffen, – so ganz nach den Erwartungen der Berliner Badminton – Fans. Und mehr noch: Die Ausgeglichenheit beider Duos machte dieses finale Match zu einer bissigen und spannenden Angelegenheit. Übrigens standen die Vier auch im Finale der YONEX Dutch Junior 2016 vergangene Woche. Als es im 3. Satz 9:3 für Yamazawa/Matsuyama  steht, sind bereits 40 Minuten gespielt. Und beide haben schließlich auch das bessere Ende, als es  21:11 heißt. „Wir sind total glücklich über diesen Erfolg hier in Berlin, er ist uns sehr wichtig“, strahlen die Beiden. „Es waren tolle Tage!“

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Hochkarätiger Besuch … DSC_0165_hochladenauch dieser Akzent gehörte zum finalen Tag der YONEX German Junior 2016. So hatte der Vizepräsident des Landessportbundes, Freiherr von Richthofen, im VIP – Areal Platz genommen. Die Frage: Ist diese Anwesenheit  rein dienstlich – offiziell oder ist es Interesse am Badminton-Sport?  

 „Eindeutig letzteres. Ich liebe diesen Sport, seine Schnelligkeit, die Reaktionen. Deshalb bin ich heute vor allem hier. Ich glaube, schon das sechste Mal. Es ist ein toll anzusehender Sport.“

Doch leider führt er in der Wahrnehmung ein Schattendasein. Was könnte der Landessportbund unterstützend tun?

Wir tun ja. Aber was vor allem fehlt, ist das Interesse der Medien, im Besonderen das Fernsehen. Und das ist schwierig. Ja, und wenn ich sage, wir tun ja, dann meine ich finanzielle Unterstützung, eben auch dieses Turnieres. Und sehen Sie sich um, so klein ist das Interesse an diesem Finaltag nun wirklich nicht!“

Thailand contra Japan … das war die Endspielsituation bei den Damen. Die aber gingen es eher verhalten an, tasteten sich im ersten Satz vorsichtig ab, mit besserem Ausgang für Nidaira aus Japan. Da gab es in den Vorentscheidungen Sehenswerteres! Erst im zweiten Satz besann Kontrahentin Chochuwong aus Thailand ihrer Möglichkeiten und hielt dagegen, doch zu spät. Glücklich nahm die Japanerin den Pokal in Empfang. „Ja, ich war heute gut in Form. Mein Angriff funktionierte und auch meine Verteidigung. Aber dass ich hier gewinnen würde, nein, das hätte ich niemals für möglich gehalten.“

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Thailand explosiv… so präsentierten sich die Endspielherren. Da knallten die Bälle, da wurde wuchtig Angriff gespielt, da testeten beide Seiten geschmeidig die gegnerische Verteidigung aus. Doch verdienter Gewinner des Pokals der YONEX German Junior 2016 war schließlich Wangcharoen. „Sie können sich nicht vorstellen, wieviel mir dieser Pokal bedeutet“, freut sich der 17jährige Thailänder. „Dieses YONEX German Junior-Turnier ist schon wichtig für junge Spieler.“ Und es hätte ihm gut hier in Berlin gefallen, ergänzt er noch im Weggehen.

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Finale Hochspannungen… entfachte das Damendoppel Korea contra Japan. Überraschenderweise gelang Korea nur, im Vergleich zu den vergangenen Turnierjahren, eine Endspielteilnahme. Umso wichtiger war also dieses Match. Aber die Koreanerinnen fanden einfach nicht zu ihren schnellen konsequenten Angriffen, ließen sich japanische Spielweise diktieren.  Und so endete Satz 1 17:21. Spannung lag in der Luft und die Frage: Werden die Damen aus Korea den „Spieß“ noch umdrehen können? Lautstark angefeuert suchten sie nach einem, nach dem, Erfolgsrezept. Doch es blieb verborgen. Die Fehlerquote nahm zu und so verließen die koreanischen Damen geschlagen und enttäuscht das Feld. Für die Japanerinnen? Ein glanzvoller Augenblick ihrer noch jungen Karriere. Und? „We are happy … happy … so happy!“

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Aggressives Spiel … zelebrierten die Herren-Doppel, wiederum zweimal Japan. Da wurde nach allen Regeln der Badmintonkunst gekämpft. Am Ende des 2-Satz-Matches gingen Yamashita/Yamazawa als verdiente und glückliche Sieger YONEX German Junior 2016 vom Platz.

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Der letzte Ball … ist gespielt, die YONEX German Junior 2016 mithin ausgespielt.20160313-_MG_1656 War es ein guter Jahrgang? „In jedem Falle ja“, lacht Turnierdirektor Manfred Kehrberg erlöst und gleichermaßen glücklich. „Es hat sich wirklich gelohnt. Alles lief perfekt ab, auch dank aller fleißigen Helfer von EBT. Und auch von den Spielern und Trainern habe ich nur positive Reaktionen bekommen, ob nun asiatisch, englisch oder skandinavisch. Also, ich bin rundherum zufrieden!“ Verständliche Zufriedenheit also bei jenen, die diesem Turnier einen glanzvollen und gut organisierten Rahmen gaben. Und sehr zufrieden dürfte in jedem Falle auch die asiatische Badminton-Phalanx sein. Denn sie demonstrierte den europäischen Nationen derzeitiges Badminton-Niveau. Und das ist hoch. Sicher, auch deutsche, skandinavische und englische Spieler zeigten ansprechende Spiele, aber das war eben nicht genug. So bleiben die Erfahrungen. Sie sollten gründlich analysiert werden, damit die Kluft zwischen europäischem und asiatischem Badminton nicht noch weiter auseinander klafft. Schon in einem Jahr, bei den YONEX German Junior 2017 sollte diese Entwicklung als erfreuliche Turnierrealität sichtbar sein.

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Bericht: Peter Gütte

Fotos: Volkmar Kehrberg & Kathrin Hoy

Layout: Anja Koszuta

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Beifall brandet auf, als pünktlich 15 Uhr, die ersten Halbfinal-Teilnehmer das Sportforum Hohenschönhausen betreten. Begleitende Klänge lassen assoziativ Spannung und Dramatik spüren, deuten an, worum es jetzt geht: Um das Ziel Finale! Bedauerlicherweise ist dies eine Veranstaltung, weitgehend unter Ausschluss Europas, Deutschlands sowieso. Und was denkt ein Bundestrainer, Mathias Hütten, beim Blick auf diese Situation? „Na ja, ich hatte schon ein wenig Hoffnung, unsere Herren könnten die Koreaner schlagen und so das Halbfinale erreichen. Aber es wurde nur ein gutes Spiel, nur nicht gut genug. Das betrifft genauso unsere Damen und auch Samuel im Einzel. Alle haben gut gespielt, aber die Asiaten sind eben noch besser geworden. Das muss man so sehen, leider!“

DSC_0809_hochladenLediglich ein dänisches Mixed war noch im Rennen, DSC_0890herausgefordert von Japan. Schon Satz 1  gibt vorsichtige Andeutung, es könnte der finale Auftritt für die Skandinavier sein, also das Aus vor dem Finale! Aber, der 2. Satz lässt aufmerken, die Skandinavier vorn. Doch 17:17 wird zum fatalen Wendepunkt. Das dänische Mixed ist raus, Japan drin. Derweil wird nebenan, zwischen Korea und Japan, Mixed – Finalist Nr. 2 ausgespielt. Doch erst Satz 3 gibt endgültigen Aufschluss: Ein japanisches Finale!

Kämpferische Damen … aus Thailand, Korea und zweimal Japan. Auch ihnen ging es um Endstation Finale. Irgendwelche Mutmaßungen, wer es schließlich sein könnte, wären eine Spur zu spekulativ gewesen. Das spielerische Niveau war einfach zu ausgeglichen. Bei Thailand gegen Japan stand es nach zwei Sätzen unentschieden. Und Korea Japan? Erster Satz 22:20 für Korea! Auch im Damen – Einzel hätte es also  zu einem japanischen Finale kommen. Hätte können! Doch die Thailänderin Pompawee Chochuwong verhinderte diese Endspiel – Konstellation, schlug die Japanerin in drei Sätzen. So spielen also im Damen-Finale der YONEX German Junior 2016 eine japanische und eine thailändische Spielerin um die begehrte Trophäe.

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Asiatisches Farbenspiel … auch bei den Herren. Da stritten Spieler aus Korea, Malaysia und zweimal Thailand um den Finaleinzug. Auch die Ausgeglichenheit der Kontrahenten auffällig. Ein Aspekt, der dieses 2016er Halbfinale umso attraktiver macht „Ich bin begeistert von diesem Spitzensport, der hier geboten wird“, so eine Pankowerin. „Ich hatte eine völlig andere Vorstellung von Badminton. Meine Tochter wollte, dass ich mal mitgehe.“ Joachim H. reiste aus Fürstenwalde an, und „Das ist ja der Wahnsinn, was hier an Spitzen-Badminton geboten wird. Diese Schnelligkeit, Athletik, Kondition, – einfach phantastisch!“ Und so hätte ich immer weiter fragen können. Kurzum: Die Stimmung im Sportforum gehoben! Um 17.29 Uhr stand dann, nach einer dramatischen Partie, der erste Finalist fest: P. Nipornram aus Thailand. Und nur Augenblicke später, nach drei aufreibenden Sätzen, sein Gegner: K. Wangcharoen, ebenfalls Thailand.

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Doppelte Asiaten … oder anders, – zweimal Korea, zweimal Japan. Das war die Spielkonstellation des Herren-Doppel Halbfinales. Auch hier wieder, und das gilt für beide Begegnungen, die Schönheit von Badminton, also Faszination, Schnelligkeit, Präzision, Ausdauer, Athletik. Sie hätten es alle verdient, Finalteilnehmer zu sein. Aber nur zwei können, und das waren einmal die Japaner Yamashita/Yamazawa. Auch das zweite Herren Match entwickelte sich zu einem kämpferischen Gegeneinander der beiden Badminton-Hochburgen Korea und Japan. Wenn auch schon spät, keine Spur von Müdigkeit. Und so wurden nochmals alle Tugenden des  schnellen akrobatischen Spiels mit dem gefiederten Ball zelebriert, mit siegreichem Ausgang für die japanischen Herren. So heißt es dann also im morgigen Finale Japan contra Japan!

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Koreanische Übermacht … so die Gegebenheit beim Damen-Doppel Halbfinale. Gleich dreimal Korea, einmal Japan. Somit stand bereits ein Finalist fest. In jedem Falle musste es ein Damen-Doppel aus Korea sein. Aber welches? Das Damen – Match Korea Japan zunächst mit ausgeglichenen Akzenten, dafür sprach auch ein Gang über drei Sätze. Aber dieser letzte wurde dann zu einer verbissenen Angelegenheit. Bei 19:20 für Japan wurde es dann still im Sportforum. Aber es blieb dabei. Das japanische Duo dominierte und schlägt mithin im Finale gegen Korea auf!

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Blickpunkt Finale … am Ende eines langen Badminton-Turniertages mit Spielerinnen und Spielern aus Korea, Thailand und Japan – die Crème de la Crème dieser YONEX German Junior 2016. „Was da heute an Badminton-Klasse geboten wurde“, so Turnierdirektor Manfred Kehrberg, „hat mich absolut begeistert. Und nicht nur mich, auch das Publikum, und da freue ich mich besonders, das heute hier sehr zahlreich erschienen ist.“ Und das Abschneiden der deutschen Spieler? „Nun ja, das ist differenziert zu bewerten. Natürlich ist es nicht gut, dass das Halbfinale ohne uns stattfand. Andererseits haben sie aber wirklich gute Spiele abgeliefert. Die Asiaten haben eben, und das ist hier sehr auffällig geworden, an spielerischer Qualität zugelegt. Daran kommt man nicht vorbei.“

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Wie auch immer, und möge es Fazit dieses Halbfinales sein. Die asiatischen Cracks werden morgen im Sportforum Hohenschönhausen in jedem Falle ein furioses Badminton-Feuerwerk entzünden.

Bericht: Peter Gütte

Fotos: Kathrin Hoy

Layout: Anja Koszuta

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Knisternde Spannung lag spürbar im und über dem Sportforum Hohenschönhausen, als zum 3. Tag der YONEX German Junior 2016, pünktlich 10 Uhr, aufgeschlagen wurde. Denn, nach zwei Vorrundentagen, standen nun die Viertel- und Halbfinals auf dem Programm. Wer also hier erfolgreich besteht, stünde im Finale. Es ging also um viel und versprach einen hochinteressanten Badmintontag. Denn nun schlugen die Besten der Besten auf. Darunter auch noch deutsche Beteiligung. Samuel Hsiao im Einzelwettbewerb, dann das Damendoppel Yvonne Li/Judith Petrikowski und schließlich die Herren Daniel Hess und Julian Vogt. Erwähnenswert auch zweimal dänische Beteiligung und der große „Viertelfinalrest“ spielte unter asiatischer Flagge. Die Frage: Würde das Halbfinale auch mit europäischer Beteiligung stattfinden oder machten es die Asiaten unter sich aus?

Das dänische Mixed hatte es mit Kontrahenten aus Thailand zu tun. Schon Satz 1 äußerst hart umkämpft, 23:21, mit Danish Dynamite erspielt. Die prickelnde Frage: Werden die Dänen ihr aggressives Spiel durchhalten können? Ja, denn ihr Sprengstoff zündete mit hoher Explosivität in Langzeitwirkung. Und so fegten die Skandinavier ihre asiatischen Kontrahenten mit  Donnerschlägen vom Feld. 21:13!

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Europäische Hoffnung Samuel … könnte sie gegen Zii Jia Lee aus Malaysia Wirklichkeit werden? Es wäre eine Sensation. Doch gleich Satz 1 ließ Ernüchterung aufkommen. Der Mann aus Asien spielte ruhig, besonnen und brillierte mit taktisch technischem Können der Extraklasse. 21:7! Im 2. Satz ging Samuel dann gut mit, zumindest bis 11:11. Aber dann „hat er das Tempo erhöht“, analysiert Samuel diese entscheidende Situation, „und mir fehlte  einfach die Geduld, mich auf diese neue Situation einzustellen. Hinzu kam“, hadert Samuel tief atmend unmittelbar nach dem Match, „dass meine Bälle dann zu kurz gerieten und ich im Angriffsspiel nicht die richtigen Tempi fand.“ Schade für Samuel! Blieben die Hoffnungen auf unser Damen- und Herren-Doppel. Den Herren stand ein koreanisches Duo gegenüber. Respektlos forderten Voigt/Hess die asiatischen Kontrahenten heraus und führten im ersten Satz 17:15. Wer hätte das gedacht! Aber? Leider wurde daraus ein 18:21 gegen die couragierten Deutschen. Aber eines hatten sie doch: für Respekt bei den Koreanern gesorgt. Denn die lagen, bis 19:19, ständig hinten, um dann schließlich doch noch als Sieger vom Platz zu gehen. Eine weitere zerplatzte deutsche Hoffnung! Blieben die Damen! Aber auch dieses letzte Eisen verglühte in den Angriffswellen eines koreanischen Doppels.

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Dramatik, Ästhetik, Schnelligkeit … das waren die prägenden Temperamente des Viertelfinals der YONEX German Junior 1016. Da wurde bis an Grenzen physischen Vermögens gespielt. Auffallend auch die  durchgängig engen Spiele, oftmals erst in Verlängerungen entschieden. Für das zahlreich erschienene Berliner Badminton – Publikum ein schillernder Sporthöhepunkt. Z.B. das Damen-Einzel Na Ra Jang aus Korea gegen die Japanerin Shiori Ebihara. Das war Kampf auf Biegen und Brechen. Völlig erschöpft kann die Japanerin schließlich das Match im 3. Satz für sich entscheiden. Dafür, für hohe Badminton – Kunst als auch verbissene Kampfmoral, rauschte schließlich begeisterter Beifall durch das Sportforum Hohenschönhausen. Das Fazit! So darf es getrost weiter gehen. Willkommen Halbfinale, 15 Uhr, Sportforum Hohenschönhausen!

Text: Peter Gütte

Fotos: Volkmar Kehrberg

Layout: Anja Koszuta